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Einmal Sonne und zurück, bitte!

Endlich eine Auszeit. Das war unser Plan für unseren diesjährigen Sommerurlaub. Die letzten Urlaube waren meist sehr aktiv. Egal ob auf Ski, zu Fuß oder mit dem Auto, meist hält uns nichts lange auf einem Fleck. Doch diesmal war der Plan, keinen Plan zu haben. Wir wollten lediglich einen Ort zum entspannen und Seele baumeln lassen.... Und glücklicherweise haben wir auf Korfu genau diesen Ort gefunden.

 

Unsere Reise beginnt bereits früh morgens am Flughafen in Köln... und bereits 2, 5 Stunden später stehen wir am Flughafen in Korfustadt. Das kleine Örtchen, das wir uns für unsere 11-tägige Auszeit ausgesucht haben, heißt Agios Georgios und liegt im Nordwesten der Insel. Angekommen am Flughafen sind wir mit dem Bus ca. eine Stunde auf die gegenüberliegende Seite der Insel unterwegs. Die Busfahrt in das kleine Dorf ist bereits das erste kleine Highlight. Denn während wir tatsächlich den ganzen Bus für uns alle hatten, konnten wir ganz entspannt alles um uns rum genießen. Der Reiseführer hat nicht gelogen: Olivenbäume soweit das Auge reicht. Man nennt Korfu auch die grüne Insel Griechenlands. Rund 4 Millionen Olivenbäume verzaubern die Insel in ein Naturparadies...

In Agio Georgios angekommen, lässt uns der Busfahrer direkt am Strand raus und wir sind das zweite Mal positiv überrascht. Vor uns liegt eine riesige Bucht mit kristallklarem Wasser und einem wunderschönen Sandstrand. Nach einem kurzen Spaziergang am Strand stehen wir auch schon vor unserem Appartement. Unsere Begeisterung von der absolut einmaligen Lage des Appartement direkt am Strand, der riesigen Terasse und der süßen Einrichtung wurde nur noch von den zwei Hunden unserer Gastgeberin Tamara übertroffen. Tamara haben wir mit ihrer herzlichen Art schon ab der ersten Sekunde ins Herz geschlossen. Nach einem kleinen Frühstück und den ersten Stunden am Strand, sitzen wir bereits am ersten Abend unseres Urlaubs tief beseelt und überglücklich beim Essen und freuen uns auf die nächsten 10 Tage nichts tun am Strand.

Die ersten zwei Tage haben wir einfach nur am Strand mit Buch lesen, Sonnen und Nichtstun verbracht. Doch wir wären nicht wir, wenn wir doch ein bisschen mehr als nur unseren tollen Strand sehen wollen. Wir haben also kurzerhand entschlossen am dritten Tag eine Erkundungstour durch den Norden der Insel zu starten. Dafür haben wir uns ein Auto gemietet. Ein Auto  zu mieten, ist auf Korfu sehr unkompliziert. In den meisten Touristenorten gibt es ein "Rent-a-car", bei dem man auch kurzfristig Autos, Roller, Quads oder Fahrräder leihen kann.

Unsere Tour führte uns als erstes zum Canal d'Amour in der Nähe der Stadt Sidari. Leider hat uns Sidari, das ehemalige, kleine Fischerdorf, überhaupt nicht gefallen. Sidari ist Urlaubsort ohne Flair. Hier wurde ohne Sinn und Verstand ein Hotel ans andere gereiht. Um zum Canal d'Amour zu gelangen muss man allerdings einmal durch die ganze Stadt. Am Ende angekommen kann man ein eindrucksvolles Naturwunder bestaunen. Hier ragen hohe Sandsteinformationen aus dem Meer, man kann durch Höhlen und Tunneln schwimmen und diese vom Felsen bestaunen. Wir waren allerdings etwas enttäuscht, so dass wir einen Stopp in Sadiri und dem Canal d'Amour nicht empfehlen würden.

Also sind wir schnell zurück ins Auto und weiter Richtung Nordosten gefahren.

Als nächstes Ziel haben wir das verlassene Bergdorf Perithia angesteurt. Dies liegt in der Nähe des Pantokrators, dem höchsten Gipfel Korfus. Bei einer Wanderung durch die kleine Ortschaft kann man die teilweise gut erhaltenen Bauernhäuser aus der venezianischen Zeit bestaunen. Hier lohnt der Besuch wirklich. Einige Travernen laden zum Verweilen ein und gerade in der Nebensaison kann man hier einige ruhige Stunden in der Natur verbringen. Wir haben hier unser Mittagessen verbracht und sind danach nach Kassioppi aufgebrochen.

Kassioppi ist das touristische Zentrum des Nordostens. Das kleine Fischerdorf hat trotz des immer größer werdendem Tourismus seinen alten Charme behalten. Der alte Hafen und die schöne Stadtpromenade laden zum Spazieren ein. Wir waren sehr begeistert von der kleinen Stadt und werden gerne wiederkommen und dann vielleicht auch einen Ausflug zum Festland nach Albanien machen.

Nach unserem Ausflug in den Norden der Insel haben wir die nächsten Tage wieder entspannt am Meer verbracht. Von unserem Strand aus sieht man auf der rechten Seite das idyllische Bergdorf Afionas. Wer einen romantischen Abend mit eindruckskvollem Sonnenuntergang plant, ist hier genau richtig. Zu Fuß oder aber mit dem Auto/Roller ist man im Handumdrehen oben. Auch Afionas selbst ist ein eindrucksvolles Dörfchen, das man nicht verpassen sollte. Hier gibt es tolle Souvenirs, gutes Essen und viel Natur zum Bestaunen.

Das es in der direkten Umgebung von Agios Georgios noch mehr tolle Ausflugsziele gibt, haben wir uns einen Tag einen Roller gemietet. Mit dem sind wir Richtung Süden in das Bergdorf Krini gefahren. Dort haben wir ein wirklich zauberhaftes Gartencafé entdeckt. Hier lohnt sich ein Stopp wirklich. Es gibt selbstgemachtes Brot und kleine Köstlichkeiten.

Von dort aus ging es mit dem Roller weiter zur Festung Angelogastro. Die Festung diente seiner Zeit als Schutzwall gegen Eroberer und andere Gefahren und ist heute ein absolutes Highlight von der man einen wunderbaren Blick auf die Landschaft Kofurs werfen kann. Der kurze Fußmarsch zur Festung hinauf lohnt daher auf jeden Fall.

Nach der Besichtigung der Festung stand als letzter Stopp noch ein kurzer Sprung ins Wasser auf der Tagesordnung. Also sind wir die Küstenstraße Richtung Paleokastritsa weitergefahren, bis wir am Strand von Liapades rausgekommen sind. Eine kleine Bucht in Stadtnähe, aber durch die versteckte Lage nicht so überfüllt wie die Strände in Paleokastrits. Zwar kein absolutes Highlight, aber für eine kurze Abkühlung hat es auf jeden Fall gereicht... und man muss natürlich sagen, dass es auf Korfu kaum eine Ecke gibt, die uns nicht gefallen hat, daher ist das hier definitiv Meckern auf hohem Niveau.

Zurück am Strand in Agios Georgios haben wir weiterhin jede Minute genossen, bis wir für unsere letzte Nacht nach Korfu Stadt aufgebrochen sind. Auch für den Rückweg haben wir wieder ganz unkompliziert den Bus genommen (übrigens für nur 4 Euro pro Person).

Eigentlich ist eine Nacht in Korfu viel zu wenig, aber wir wollten uns ja dieses Mal so wenig wie möglich bewegen und haben uns daher bewusst für nur eine Nacht entschieden. Unser Appartement war mitten im Stadtzentrum, aber dennoch in einer ruhigen Gasse. Die Gastgeberin Maria hat uns noch ein paar Tipps für den Abend mitgeben. Nach einem leckeren Essen beim Italien und einigen Coktails in einer Bar, sind wir leicht beschwips, super glücklich und ziemlich spät ins Bett gefallen. Am nächsten Morgen stand dann noch Sightseeing auf dem Programm, bis wir am Nachmittag den Bus zum Flughafen genommen haben. Das tolle an der Insel ist, das sie nicht sonderlich groß ist. Daher ist man mit dem Bus aus Korfu Stadt in ca. 8 Minuten bereits am Flughafen. Stress ist auf Korfu überflüssig.

Was für uns der absolute Pluspunkt an Korfu ist, ist die Erreichbarkeit aus Köln. Airlines wie Ryanair und Eurowings fliegen mehrmals pro Woche ab Köln/Bonn nach Korfu Stadt. Und sobald man aus dem Flieger steigt, beginnt das Urlaubsfeeling. Da auch das Straßennetz und die Busverbindungen super ausgebaut sind, kommt man auch auf der Insel sehr unkompliziert und schnell von A nach B. Wer also mit wenig Geld ein tolles Reiseziel mit Südseeflair sucht, ist auf Korfu richtig. Hier findet man tiefblaues Meer, grüne Landschaften, herzliche Menschen, gutes Wetter und viel Entspannung. Für uns war es ein perfekter Urlaub und wir kommen gerne wieder.


Natur r(h)ein

Für alle, die nun Lust auf Urlaub auf Korfu bekommen haben hier unsere Infos zu Unterkunft, Cafes und Highlights auf einem Blick.

In Nikos Appartement haben wir wunderbare Tage auf Korfu verbracht. Das Appartement ist zwar sehr einfach ausgestattet, hat aber alles was man für einen entspannten Urlaub am Meer braucht.

In Korfu Stadt gibt es eine Vielzahl an kleinen, tollen Unterkünften. Unsere Unterkunft ist bei Rbnb leider nicht mehr verfügbar. Um die Stadt in ein bis zwei Tagen zu erkunden, sucht man sich am besten eine Unterfunkt in der Altstadt. Von dort kann ma zu Fuß alle Sehenswürdigkeiten in kurze Zeit erreichen.


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